Unser Leitsatz nach Emmi Pikler:
„Wesentlich ist, dass das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt. Wenn wir ihm bei der Lösung aller Aufgaben behilflich sind, berauben wir es gerade dessen, was für seine geistige Entwicklung das Wichtigste ist. Ein Kind, das durch selbstständige Experimente etwas erreicht erwirbt ein ganz andersartiges Wissen als eines, dem die Lösung fertig geboten wird.“
Für die Anmeldung in der Einrichtung werden beim Erstkontakt keine Unterlagen benötigt. Am schönsten ist es, wenn das Kind dabei ist, damit wir es gleich kennenlernen können. Ältere Kinder haben so die Möglichkeit, sich die Einrichtung anzuschauen und mitzusprechen, wenn es um ihren zukünftigen Kita-Alltag geht. Wichtig ist lediglich, dass die Eltern vorab überlegen, ab wann das Kind die Einrichtung besuchen soll und welche Fragen ihnen besonders wichtig sind.

Trotzdem die Geburtenzahlen momentan sinken- die Nachfrage nach guten Betreuungsplätzen in Kindertagesstätten bleibt. Immer mehr Eltern möchten frühzeitig zurück in den Beruf. Häufig sind es finanzielle Gründe, die eine Berufstätigkeit erforderlich machen, aber auch der Wunsch vieler Eltern nach einer guten sozialen Entwicklung. Dabei benötigt das Kind nicht nur eine, sondern mehrere Bezugspersonen. Und es braucht vor allem andere Kinder! Kleinkinder spielen gemeinsam und freuen sich über ihresgleichen. Sie kommunizieren bereits im zweiten Lebensjahr miteinander und das können auch die besten Eltern nicht leisten.
Neuere Studien machen deutlich: Die Kinder, die in eine gute Krippe gehen, sind mit fünf Jahren sprachlich und sozial weiter. Krippe macht schlau! Es geht also nicht mehr nur um die Betreuung, sondern mindestens genauso um die Entwicklungserfahrungen, die für ein Kind in den ersten Lebensjahren bereitgestellt werden. Und es geht um die Frage, ob mein Kind benachteiligt ist, wenn ich es zu Hause lasse.


